Die Entstehung der Rasse Deutsch-Drahthaar geht an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Die grundlegende Idee, die zur Züchtung dieser neuen Rasse führte, ist bis heute für die Deutsch-Drahthaar-Zucht entscheidend:

Es ging damals darum, einen möglichst vielseitigen und leistungsstarken Jagdgebrauchshund zu züchten, der außerdem mit seinem dichten und harten Haar und einer kräftigen körperlichen Konstitution gegen die Unbilden des Wetters aber auch gegen Dornen und Brennnesseln, gegen die stechende Sitkafichte und das schneidende Schilf gefeit sein sollte. Das Streben nach Vielseitigkeit bedeutete, daß sowohl im Wasser, bei der Jagd auf Enten, als auch im Feld, wo es Hühner, Fasanen und Hasen vorzustehen und nach ihrer Erlegung zu apportieren galt, gute und unermüdliche Arbeit geleistet werden mußte.

Vor allem auch im Walde, wo große Dickungen durchstöbert wurden und wo ein krankes Wild vielleicht über lange Strecken verfolgt werden mußte, damit es zur Strecke kam, war ein passionierter und arbeitsfreudiger Hund gefragt. Die deutschen Jäger forderten also von ihrem Hund viele unterschiedliche Leistungen und unterschieden sich darin von den Engländern, die für das Vorstehen – also das Anzeigen – des Wildes einen anderen Hund – z.B. den Pointer - einsetzten, als für das Apportieren, für das z.B. der Retriever Verwendung fand.